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Typische Fußballverletzungen und deren Behandlungen

In dem Artikel „Typische Verletzungen im Sport und wie Sie diese vermeiden können“ auf der Seite des Online-Magazins Trainingsworld befasst sich Dr. Markus Klingenberg mit den verschiedenen Blessuren beim populären Mannschaftssport. Lesen Sie hier mehr zum Thema.

Typische Fußballverletzungen, deren Behandlung und Vorbeugung

Beim Fußball sind Verletzungen leider keine Seltenheit. Je nach Bewegungsmuster weist jede Form von Sportart typische Verletzungsmuster auf. Beim Fußball betrifft dies insbesondere die Muskulatur, den Kopf, das Kniegelenk und die Knöchel. Bis zu einem gewissen Grad können diese Verletzungen vermieden werden. Wir haben zu diesem Thema Dr. med Markus Klingenberg etwas ausführlicher befragt.

Wie werden typische Fußballverletzungen behandelt?

Grundsätzlich sind Profi-Fußballer seltener von Verletzungen betroffen als Amateur-Fußballer, was an der Trainings-und Spieldauer liegt. Die Behandlung richtet sich immer nach dem Schweregrad der Verletzung. Eine sehr häufig angewendete und erfolgreiche Sofort-Therapie, läuft nach dem so genannten PECH Schema ab. Diese beinhaltet eine sofortige Entlastung, die Kühlung mit Eis, Kompressionen und die Hochlagerung des betroffenen Beines. Je früher dies erfolgt, desto schneller kann die Verletzung abheilen. Alles in allem sollte man Muskelverletzungen nicht auf die leichte Schulter nehmen, da häufig auch die Faszien betroffen sind. Dabei handelt es sich um die Weichteil-Komponenten des Bindegewebes. Die Heilung von Faszien gestaltet sich im Vergleich zum Muskelgewebe deutlich länger.

Sprunggelenk: Wie werden Sprunggelenks-Verletzungen behandelt?

Bei Sprunggelenk-Verletzungen ist besonders häufig das Außenband bzw. die Außenbänder betroffen. Sie bestehen aus drei Bereichen, die entweder einreißen oder überdehnt werden können. Seit ca. 24 Jahren hat sich in diesem Gebiet die primär konservative Therapie durchgesetzt. Diese Therapie wird deswegen so häufig eingesetzt, da sie das gleiche Behandlungsergebnis wie eine Operation erzielen kann. Die Behandlung sieht, laut der Studie zu dieser Thematik, 5 Einheiten pro Woche an Krankengymnastik vor. Das lässt sich bei Kassenpatienten leider nur selten durchsetzen. Ist bei einer Sprunggelenks-Verletzung mehr als ein Band betroffen oder die Verbindung von Waden- und Schienbein verletzt und führt die Therapie zu keiner Besserung der Stabilität, dann müssen die Strukturen anatomisch rekonstruiert werden. Durch eine minimal-invasive diagnostische oder therapeutische Behandlung können diese Eingriffe auch meistens ambulant durchgeführt werden.

Kniegelenk: Wie werden Kniegelenks-Verletzungen behandelt?

Bei Kniegelenks-Verletzungen ist meist das vordere Kreuzband, das Innenband oder der Innenmeniskus und eine Kombination aus diesen Bereichen betroffen. Die ausführliche Diagnose erfolgt hier über eine MRT-Untersuchung. Eine Röntgenbild-Aufnahme würde für die genaue Diagnostik nicht ausreichen. Meniskusverletzungen kommen besonders häufig vor, wobei der Innenmeniskus ca. 5 Mal häufiger verletzt ist, als der äußere Meniskus. Meniskusrisse sollten wenn möglich genäht werden. Ist diese Behandlungsform nicht möglich, dann werden die betroffenen Stellen ausreichend aber sparsam entfernt. Erleiden Profispieler eine Verletzung ihres Kreuzbandes dann sollte dieses entweder erhaltend operiert werden oder ersetzt werden. Bei Amateursportlern kann auch zunächst abgewartet werden.

Leisten: Wie häufig kommen Verletzungen der Leistengegend vor?

Leisten-Verletzungen können nicht immer einer klaren Ursache zugeordnet werden. Das liegt darin begründet, dass Leisten-Schmerzen bei mehreren Krankheitsbildern hervorgerufen werden. Hier liegt der Anteil bei 11 Prozent. Die Ursachen für Leisten-Beschwerden können Muskelzerrungen der Adduktoren, des Hüftbeugers, der Oberschenkelmuskulatur oder der tiefen Bauchmuskulatur sein. Auch funktionelle Blockierungen, im so genannten Iliosacralgelenk, können ausstrahlende Leistenschmerzen hervorrufen. Natürlich kann hier auch ein Leistenbruch vorliegen.

Welche typischen Verletzungen treten im Frauenfußball auf?

Frauen verletzen sich im Vergleich zu Männern nicht so häufig. In den letzten Jahren ist die Quote in diesem Bereich aber deutlich angestiegen. Grundsätzlich gibt es bei den Verletzungsarten nicht ganz so große Geschlechterunterschiede. Durch ein Foul treten beim Frauenfußball nur rund 12 bis 28 Prozent an Verletzungen auf. Die restlichen Verletzungen treten aus anderen Gründen auf. Mit 21 Prozent ist das Umknicktrauma vom oberen Sprunggelenk die häufigste Verletzung. Zwölf Prozent der Verletzungen betreffen das Knie. Auffällig ist wiederum, dass sich Frauen im Schnitt 9,5-mal häufiger das vordere Kreuzband verletzten. Des Weiteren passieren die meisten Verletzungen ohne Gegnerkontakt, eher bei schnellen Richtungswechseln und bei Sprüngen. Das ist in 72 bis 95 Prozent der Fälle der Fall. Ursachen wie hormonelle, physiologische und anatomische Faktoren werden hier vermutet. Alles in allem können Sportverletzungen durch ein funktionelles Training deutlich reduziert werden. In 17 Prozent der Fälle handelt es sich um Kopfverletzungen. In diesem Bereich ist die diagnostik durch den Mannschaftsarzt besonders wichtig, damit schwere Folgeschäden vermieden werden.

Wie können Verletzungen im Fußball vorgebeugt werden?

Im Vorfeld sollte man wissen, dass etwa 20 bis 25 Prozent der Sportverletzungen häufiger an der gleichen Stelle auftreten und die gleiche Struktur betreffen. Das gilt sowohl für schwerwiegende Rupturen, als auch für leichte Muskelzerrungen. Studien in diesem Bereich konnten belegen, dass das größte Risiko einer Verletzung durch bereits vorangegangene Verletzungen besteht. Kleine und große Verletzungen verändern die Koordination und erhöhen so das Risiko. Um wiederkehrende Verletzungen zu verhindern, müssen Ärzte, Therapeuten und Trainer fest zusammenarbeiten. Neben einer kompletten Ausheilung von Verletzungen sind auch weitere Faktoren wie Fehl- und Überbelastungen wichtig. Ausgeglichen werden müssen zudem Schwachstellen in den Bereichen Stabilität, Beweglichkeit und neuro-muskuläre Kontrolle. Nur so kann die Leistungsfähigkeit des Sportlers optimiert und das Verletzungsrisiko minimiert werden.

Sportverletzungen behandeln bei Dr. Markus Klingenberg

Dr. med. Markus Klingenberg ist Spezialist auf dem Gebiet von Sportverletzungen. Sein Tätigkeitsbereich umfasst außerdem die Unfallchirurgie, die Orthopädie, die manuelle Medizin und Notfallmedizin. Zudem hat er Zertifikate in den Bereichen Gesundheitsvorsorge und Prävention, in der Tauchmedizin, Reisemedizin und Ernährungsmedizin erworben. Daher ist Dr. med. Markus Klingenberg ein kompetenter Ansprechpartner wenn es um Sportverletzungen geht.

Leiden Sie an einer Sportverletzung? Dann vereinbaren Sie direkt einen Termin in unserer Praxis!